Familie

Wie geht es Eltern, die ihr Kind abgeben mussten?

Als Bereitschaftspflegemutter oder -vater ist man mit widersprüchlichen Gefühlen konfrontiert. Wenn ein Bereitschaftspflegekind innerhalb weniger Stunden gebracht wird, ist es das erste Ziel, das Kind zu beruhigen, zu versorgen und seine Signale zu verstehen.

Aber spätestens wenn Umgangskontakte zwischen Eltern und Kind anstehen, tauchen bei Pflegeeltern immer wieder die gleichen Fragen und Gefühle auf.

"Wie werden mir die Eltern begegnen?",

"Was haben die Kinder mit diesen Eltern wohl erlebt? ",

"Ist es normal, dass ich irgendwie ein schlechtes Gewissen habe, weil ich das Kind anderer Eltern habe?",

"Darf ich wütend auf Eltern sein, die ihr Kind vernachlässigt und geschlagen haben?", „Was mache ich mit der Wut?“, „Haben die Eltern vielleicht gar nichts Schlimmes getan?“

Und ...  "Wie kann ich den Eltern begegnen?“

Bereitschaftspflegeeltern, die schon häufiger Bereitschaftspflegekinder aufgenommen haben, kennen die Situation und konnten den neuen Pflegeeltern im Kreis Mut machen. Widersprüchliche Gefühle sind normal und gehören dazu. Und bei allem, was in der Familie der Pflegekinder passiert sein mag: Für ein Pflegekind ist es beruhigend, wenn die Pflegeeltern beim Besuchskontakt mit den Eltern dabei sind und sich eine entspannte Situation zwischen beiden Seiten herstellen lässt. Keine leichte Aufgabe, aber alle waren sich einig, dass das den Kindern am meisten hilft.