Familie

Austausch zwischen Fachberaterinnen verschiedener Einrichtungen am 6. Mai 2015

Heute trafen sich Fachberaterinnen für Pflegestellen aus verschiedenen Einrichtungen bei ZePI, um sich über ihre Erfahrungen und die neusten Entwicklungen im Bereich der Pflegekinderhilfe auszutauschen.

Zwei der Kolleginnen hatten an der Tagung in Weimar im März teilgenommen, die neben einer Vielzahl von Themen, die Beteiligung von Pflegekindern an Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Pflegeverhältnis, in den Vordergrund gestellt hatte.

An ihrem Alter und Entwicklungsstand orientiert, sollten Pflegekinder an allen Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, beteiligt werden, z.B. wenn es um die Wahl des Lebensortes, um Umgangskontakte oder um die Hilfe nach Beendigung des Pflegeverhältnisses geht. Das bedeutet nicht, dass Kinder Entscheidungen treffen, die dann umzusetzen sind. Doch viele erwachsene Pflegekinder beklagen, dass man sie zu wenig informiert und gehört habe. In biographischen Rückblicken von Teilnehmern des Careleaver-Projekts der Uni Hildesheim taucht diese Problematik immer wieder auf. Das Thema Beteiligung/Partizipation betrifft natürlich nicht nur Pflegekinder. Auch Pflegeeltern und Herkunftseltern wünschen sich häufig, besser informiert und nach ihrer Meinung gefragt zu werden.

Aus aktuellem Anlass tauschten die Kolleginnen Informationen und Erfahrungen zum Thema Versicherungen aus. Welche Risiken sind abgedeckt?, Zahlt die Haftpflichtversicherung bei einem 'Unfall' mit einem Haustier?, Wann ist die Berufsgenossenschaft zuständig, und wer muss sich privat unfallversichern?, Können Schäden durch Kinder unter 7 Jahren in der Haftpflicht versichert werden?, Wer bietet spezielle Versicherungen für Pflegefamilien an?, …

Natürlich gab es noch viele andere Tagesordnungspunkte, die diesmal nicht besprochen werden konnten. Einer davon betrifft die Frage, wohin sich Pflegekinder, Pflegeeltern und Herkunftseltern wenden können, wenn sie sich nicht gehört oder nicht mit ihren Interessen wahrgenommen fühlen. Auch wenn das Thema ‚Beschwerdemanagement‘ noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es bereits erprobte Ansätze, die sicher bei einem nächsten Treffen eingehend diskutiert werden.