Familie

17. Januar 2015: Erster Arbeitskreis der Sozialpädagogischen Pflegestellen mit Kinderbetreuung

Wie geht die Geschichte wohl weiter?

„Glaubst Du, dass Mama Fuchs den Findefuchs genauso lieb hat wie ihre eigenen Kinder?“, so könnte die Frage von Lea* lauten, die selbst Pflegekind von Familie Berg* ist. (* Name geändert)

Am 17.01.2015 haben sich die Pflegeeltern des Zentrums für Pflegefamilien Ingelheim (ZePI) e.V. zum ersten Mal getroffen, um sich auszutauschen und Informationen zu wichtigen Themen zu bekommen, wie z.B. zu speziellen Versicherungen für Pflegefamilien oder zu Kuren für Pflegekinder und –eltern.

Die Betreuer der Kinder der Pflegefamilien hatten sich für das Treffen etwas Besonderes ausgedacht: Es sollte um das Buch von Irina Korschunow ‚Der Findefuchs‘ gehen. Die Geschichte handelt von einer Füchsin, die ein ‚fremdes‘ Fuchskind unter Gefahren bei sich aufnimmt und von anderen Fuchsmüttern kritisch hinterfragt wird. Dass die Fuchsmutter zu ihrem Findefuchs steht, der am Ende nicht mehr von ihren eigenen Fuchskindern zu unterschieden ist, beruhigt die Kinder, denn so ähnlich ist es auch in der Kinderbetreuung. Welches sind hier eigentlich die Pflegekinder?

Ganz so ideal ist es natürlich nicht immer und das ist auch ein Grund dafür, dass die sich die Sozialpädagogischen Pflegeeltern unter der Moderation der Fachberaterinnen regelmäßig treffen, austauschen und gegenseitig unterstützen. Auch wenn sich das Pflegekind in einer Pflegefamilie wirklich angenommen fühlen kann, gibt es Vieles zu bedenken. Wie gestaltet sich der Kontakt zur Familie des Pflegekindes, welche Rechte haben Pflegeeltern in der Alltagssorge, wie kann man Gefahren absichern und natürlich auch, welche Unterstützung bekommt ein Pflegekind, wenn es volljährig wird, um nur einige der Fragen aufzuführen.

An diesem Samstag jedenfalls gingen alle sehr zufrieden nach Hause und freuen sich auf das nächste Treffen, denn dann geht es wieder um Themen, über die man sich sonst nur selten austauschen kann. Und mal sehen, was sich die Betreuer dann wieder für die Kinder ausgedacht haben.